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Die Ju-Jutsu Regeln

Alle Kampfsportarten mit fernöstlichem Vorbild pflegen sehr schöne Etikette (das Benehmen im Dojo). So auch im Ju-Jutsu!

Deshalb solltest Du schon von Anfang an wissen, wie man sich im Dojo (in der Trainingshalle) richtig benimmt. Vielleicht kennst Du ja auch schon einige wichtige Verhaltensweisen oder wendest diese sogar schon an.

ABER WIESO IST DAS EIGENTLICH SO WICHTIG, SICH BEIM TRAINING RICHTIG ZU BENEHMEN?

Nun, weil wir uns nicht untereinander prügeln wollen, sondern miteinander, voneinander und untereinander coole Techniken lernen wollen. Das setzt aber voraus, dass ich meinem Trainer und auch den Trainingspartnern zeige, dass ich dazu bereit bin und nicht gekommen bin, um jemanden zu verletzen.

UND WIE SOLL ICH MEINE TRAININGSBEREITSCHAFT DEN ANDEREN ZEIGEN?

Indem Du einige einfache Regeln befolgst. Wenn dies alle tun, dann haben alle umso mehr Spaß beim Training. Denn das ist schließlich der wichtigste Grund, warum wir uns in unserer Freizeit auf der Matte treffen.

WELCHE REGELN SIND DAS DENN UND WOZU SIND DIE GUT?

1. Ich bin höflich
So zeigst Du den Anderen, dass sie Dir wichtig sind und Du sie nicht verletzen willst

2. Ich trau mich
Damit zeigst Du, dass Du etwas lernen willst

3. Ich achte auf meinen Partner
Wenn Du die Techniken nur so intensiv anwendest, wie es Deine Trainingspartner vertragen, dann verletzt Du niemanden und jeder trainiert gerne mit Dir

4. Ich bleibe immer ruhig
Ärgere Dich nicht, wenn mal was nicht auf Anhieb klappt. Übe es einfach noch einmal, denn wenn Du schon alles könntest, bräuchtest Du ja nicht zu trainieren. Wenn Du ruhig und konzentriert bleibst, klappt es besser

5. Ich helfe meinem Partner
So wie Du für Hilfestellung dankbar bist, wenn Du was Neues lernen möchtest, so sind auch Deine Trainingspartner dankbar, wenn Du ihnen hilfst, Dinge zu verstehen, die Du schon kannst

6. Ich bin immer fair
So wissen die Anderen, dass sie sich auf Dich verlassen können

7. Ich bin bescheiden
Damit erreichst Du, dass Deine Trainingspartner gerne neue Techniken mit Dir üben, denn wer trainiert schon gerne mit einem Partner, der so tut als könne er schon alles?

8. Ich bin ernsthaft bei der Sache
Nur so kannst Du auch komplizierte Techniken lernen, die nicht jeder kann

9. Ich zeige Respekt
Dann haben Deine Trainer großen Spaß, Dir was Neues beizubringen

10. Ich bin verlässlich
Wenn sich Andere auf Dich verlassen können, wirst Du zum Vorbild und Du selbst kannst Dich dann auch viel öfter auf Andere verlassen

UND WAS KANN ICH JETZT TUN, UM DIE REGELN ANZUWENDEN?

Dazu verhältst Du Dich am besten so:

  1. Zuverlässigkeit:
    Ich erscheine pünktlich und helfe unaufgefordert beim Mattenauf- und Abbau.
  2. Sauberkeit:
    Ich komme mit sauberem Gi (so wird der Ju-Jutsu Anzug genannt) zum Training und achte darauf, dass meine Finger- und Fußnägel kurz sind. Meine Füße wasche ich unmittelbar vor dem Training und Armbanduhr und Schmuck lege ich ab, bevor ich auf die Matte gehe. Den Gi trage ich nur auf der Matte und niemals auf dem Weg zum Training oder zurück nach Hause.
  3. Etikette:
    Ich zeige den Anderen, dass ich sie respektiere und verbeuge mich beim Betreten und Verlassen des Dojo (das ist die Trainingshalle).Ebenso verbeuge ich mich auch beim An- und Abgrüßen zu Beginn und zum Ende des Trainings und beim An- und Abgrüßen eines Trainingspartners während des Trainings.
  4. Respekt:
    Ich lache niemanden aus, weil er noch nicht kann, was ich schon drauf habe.
  5. Höflichkeit:
    Ich gehe mit meinen Trainingspartnern so um, wie ich erwarte, dass sie mit mir umgehen.
  6. Aufmerksamkeit:
    Ich passe auf, wenn der Trainer was erklärt und frage nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe.
  7. Vorbildlichkeit:
    Ich benehme mich immer so, dass Andere mein Benehmen zum Vorbild nehmen können und sage dem Trainer immer Bescheid, bevor ich die Matte verlasse.
  8. Konzentration:
    Ich rede nur das Nötigste, wenn ich neue Techniken übe. So kann ich mich voll und ganz auf die Technik konzentrieren und störe niemanden in dessen Konzentration.
  9. Behutsamkeit:
    Ich übe Techniken immer so, dass ich meinen Partner dabei nicht verletze und wende Techniken niemals nur zum Jux an. Lange Haare binde ich zusammen und Schmuck lege ich zum Training ab, um zu vermeiden, dass ich mich selbst oder andere verletze.
  10. Verantwortungsbewusstsein:
    Ich betrachte den Schulhof niemals als zweites Dojo (das ist die Trainingsstätte). Ich werde also NICHT die zuvor auf der Matte gelernten Techniken leichtfertig an meinen Mitschülern oder Anderen ausprobieren!